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Höhepunkte der Lean Kanban Central Europe 2019 (LKCE19)

Die weltgrößte Kanban-Konferenz habe ich diesmal als rasender Reporter begleitet (Alt-Deutsch für Live-Blogger).

Die zweitägige Konferenz war eine bunte Mischung aus Vorträgen und Fallstudien mit vielen bekannten Gesichtern aus der Kanban-Gemeinschaft.

Neben den derzeit angesagten und vielfach repetierten Modellen wie Kanban Maturity Model (KMM) oder Fit for Purpose gab es ein paar interessante Glanzlichter, die ich hier näher beleuchten möchte.

Agiles Portfolio als Marktplatz

In der Marktwirtschaft regeln Angebot und Nachfrage die Preisgestaltung. Was wäre, wenn wir auch innerhalb von Unternehmen den Start neuer Produkte und Projekte von Angebot und Nachfrage regeln lassen?

Patrick Steyaert stellte ein Modell vor, das die Projektpriorisierung über Marktmechanismen löst: Interne Kunden bieten um Lieferanten, die umgekehrt versuchen das besten Angebot zu kriegen.

Auf einem Kanban Board kann das dann wie folgt aussehen:

Upstream fragen interne Kunden sogenannte Tokens an (z.B. Entwickler mit bestimmten Fähigkeiten). Downstream werden Tokens bereitgestellt. Sind alle Tokens für eine Anfrage vorhanden, kann ein Projekt gestartet werden. Gibt es mehrere Möglichkeiten, wählen Kunden die günstigste und Lieferanten die lukrativste.

Möglicherweise ist es sinnvoll eine Weile zu warten, um ein besseres Matching zu erreichen. Steayart sagt, dass hier die Liquidität ein Anzeichen für Agilität ist: Je dringender man Geld braucht, um so unflexibler wird man im Matching Prozess, weil Lieferanten das erstbeste unterbezahlte Projekt nehmen müssen oder Kunden mit dem Preis hochgehen müssen, weil sie nicht länger warten können.

Motivation durch Kanban

Intrinsisch motiviert für eine Tätigkeit sind wir nur dann, wenn die Tätigkeit selbst uns Spaß macht. Wenn wir durch Anreize von Außen motiviert wurde ist diese Motivation extrinsisch.

Maren Baermann zeigte in ihrer Präsentation, dass der Übergang von extrinsisch nach intrinsisch durchaus fließend sein kann. Dieselbe Tätigkeit kann je nach Kontext mehr oder weniger intrinsisch erfüllend sein, beispielsweise die Tätigkeit einer Reinigungskraft in einem Büro oder einer Kinderklinik.

Es gibt Möglichkeiten den intrinsischen Aspekt von Motivation zu stimulieren, in dem man eine Arbeitsumgebung schafft, welche die psychologischen Basisbedürfnisse Autonomie, Kompetenz und soziale Beziehungen fördert. 

Richtig angewandt kann Kanban diese drei Bedürfnisse adressieren. So erlaubt z.B. die Visualisierung des Status Quo auf Kanban Boards, dass kompetente und autonome Entscheidungen getroffen werden können. Gemeinsame Diskussionen und Retrospektiven erhöhen die sozialen Beziehungen.

Live Streaming

Die Kanban User Group Hamburg hat einen Live-Stream von der Konferenz aufgenommen. Alexander, Per und Urs haben zahlreiche Interviews geführt, die man auch nachträglich abrufen kann, um die Konferenz nochmal Revue passieren zu lassen:

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Holger Tewis ist Agile Enterprise Coach
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Ihr persönliches Business Model nach Maß

Die Anzahl von Leinwänden (engl. Canvas) zum Gestalten von Geschäftsmodellen ist mittlerweile so zahlreich, dass selbst Michelangelo den Überblick verloren hätte:

  • Business Model Canvas
  • Lean Canvas
  • Product Canvas
  • Team Canvas
  • Strategy Sketch
  • Value Proposition Canvas
  • Magic Triangle
  • Component Business Model
  • etc.

Jedes dieser Modelle besteht aus verschiedenen Elementen, vom Kundensegment, über Problem und Kostenstruktur bis zum Alleinstellungsmerkmal, jeweils mit eigener Anordnung.

Und wie sinnvoll sind die einzelnen Bereiche? Das hängt vom jeweiligen Entwicklungsgrad der Geschäftsidee ab. Über Vertriebskanäle braucht man sich z.B. noch keine Gedanken machen, wenn man noch gar kein Produkt hat. Egal welches der Modelle man nimmt, die Chance ist groß, dass man einzelne Elemente nicht ausfüllen kann oder das etwas wichtiges fehlt.

Der Shiftup Business Quilt

Die Metapher der Leinwand, mit fest angeordneten Bereichen, wirkt mittlerweile wie Malen nach Zahlen: Statt den kreativen Umgang mit dem eigenen Business Model zu fördern, wird man in ein vorgefertigtes System gepresst. Besser ist es chronologisch vorzugehen, meint daher Jurgen Appelo. Je nach Lebensphase des Geschäftsmodells beginnt man mit 1-2 Elementen und fügt im Laufe der Zeit weitere hinzu, sobald man sie braucht. Es entsteht ein bunter Flickenteppich, den Appelo Shiftup Business Quilt nennt.

Zur Erinnernung hier nochmal  die Phasen des Business Lifecycle im Überblick:

  1. Initiation : Das Business Model ist nur eine Idee
  2. Expedition: Erste Experimente, Passung von Problem und Lösung suchen
  3. Formation: Volles Team Commitment auf die Idee
  4. Validation: Iterative Experimente, Passung von Produkt und Markt suchen
  5. Stabilization: Passung von Business und Markt suchen, auf die Skalierung vorbereiten
  6. Acceleration: Wachstum fördern und schnelle Skalierung auf einen großen Markt
  7. Crystallization: Am Markt etabliert, Umschalten auf Optimierung
  8. Expansion: Expansion in andere Gebiete und Produkt-Varianten
  9. Conservation: Alle Ziele sind erreicht; Geschäftsmodell im Niedergang
  10. Finish: Schließen des Geschäfts; Fokus auf andere Produkte

Die 10 Phasen des Business Lifecycle

Und hier nun eine Auswahl an Elementen für Ihren Quilt und in welchen Lifecycle Phasen sie relevant sind:

Problem/Chance (Opportunity)
Welches für die Menschen relevante Problem soll gelöst, welche Chance genutzt werden? Was frustriert sie, welchen Job wollen sie erledigen?
Die Definition des Problems sollte am Anfang eines Business Quilts stehen. Insofern ist es in den Phasen Initiation (1) bis Formation (3) im Fokus.

Kundensegment (Customer Segment)
Wer würde für das Produkt bezahlen? Welche genauen Eigenschaften, Rollen und Angewohnheiten haben die Kunden? Testen Sie ihr Produkt zuerst mit Innovatoren und Early Adopters. Mit dem Feedback bauen Sie es aus, um größere Kundensegmente zu adressieren.
Daraus ergibt sich, dass das Kundensegment sich von der Expedition (2) bis mindestens zur Crystallization (7) über die Zeit entwickelt.

Alleinstellungsmerkmal (Unique Value Proposition)
Mit welcher Geschichte erklären Sie den einzigartigen Wert ihrer Lösung? Ist sie günstiger oder schneller als vergleichbare Produkte?
Auch diese Geschichte entwickelt sich über die Zeit von der Expedition (2) bis zur Crystallization (7).

Lösung (Solution)
Können Sie ihre Lösung auf den Punkt und ohne viel Technik-Blabla erklären? Ist es eine App oder ein physisches Produkt? Wie sieht die Produkt-Vision aus?
Die meisten Unternehmer fangen schon bei der Problem-Definition in der Initiation (1) mit dem Basteln an möglichen Lösungen an. Solange man dann neues über Kundensegment und Alleinstellungsmerkmal lernt wird man damit bis zur Crystallization (7) weitermachen.

Einkommensquellen (Revenue Streams)
Wie können Sie mit ihrer Idee Geld verdienen? Wird es eine einmalige Gebühr geben, ein Abo-Modell oder rechnen sie pro Transaktion ab?
Dieser Punkt wird ab der Validation (4) relevant und verändert sich bis zur Crystallization (7).

Kostenstruktur (Cost Structure)
Welche Kosten entstehen? Mitarbeiter? Hardware? Kundenakquise?
Es ist sinnvoll Kosten ab der Formation (3) an im Blick zu haben, da Kosten in der Regel den Einnahmen vorausgehen.

Spiel zum Business Quilt aus dem Shiftup-Workshop

Schlüssel-Metriken (Key Metrics)
Sobald die ersten Kunden Ihr Produkt nutzen können Sie Daten sammeln. Welche Metrik ist zu welchem Zeitpunkt entscheidend für Ihren Erfolg? Conversion? Retention? Wie messen Sie den Wert Ihres Produkts für Ihre Kunden? Wie messen Sie das Wachstum Ihrer Organisation?
Die Schlüssel-Metriken verändern sich über den gesamten Business Lifecycle (1-10)

Unfairer Vorsprung (Unfair Advantage)
Welchen Vorteil haben Sie gegenüber Ihrer Konkurrenz? Haben Sie ein großes Kundennetzwerk? Patente? Eine gut funktionierendes agiles Team?
Insbesondere Investoren wollen wissen, warum Sie einen Vorsprung haben. D.h. das Thema sollte von der Validation (4) bis zur Crystallization (7) diskutiert werden.

Kundenkanäle (Channels)
Wie werden Kunden auf ihr Angebot aufmerksam? Über eine Website? Soziale Medien? Einen Publisher? Wo machen Sie Werbung?
Erst wenn Ihre Lösung gut funktioniert und Ihre Schlüssel-Metriken in der Stabilization (5) abheben, ist es sinnvoll sich auf Kundenkanäle zu konzentrieren.

Neben den hier ausgeführten Elementen gibt es zahlreiche weitere, wie z.B. Key Partners, Trends, Culture oder Financials. Setzen Sie diese ein, wenn sie gebraucht werden und schneidern Sie Ihren Business Quilt individuell passend auf ihr Unternehmen zu.

Was können Sie nun konkret für ihr Geschäftsmodell tun? Stehen Sie noch am Anfang, dann können Sie sich im neuen Buch von Jurgen Appelo ausführlich über das Modell informieren. Wenn Sie schon ein ausführliches Business Model haben, können Sie überprüfen wo im Lifecycle Sie stehen. Dazu gibt es HIER einen kleinen Test.
Wer sich mit den Inhalten des Buches lieber praktischer auseinandersetzen will, kommt in meinen Shiftup-Workshop:

Shiftup-Workshop

Wenn Sie mehr über den Business Quilt und andere Tools aus dem neuen Buch von Jurgen Appelo wissen wollen, kommen Sie zum Shiftup Business Agility & Innovation Leader Workshop.
Als einer der ersten werde ich diesen Workshop in Norddeutschland anbieten. Zwei Tage gefüllt mit neuen Modellen, Werkzeugen und vielen praktischen Übungen.
Hier die nächsten Termine:

Sie lernen dort, wie Sie eine Startup-Kultur auch in Ihrem Unternehmen etablieren können, wie Sie ihre Produkte wirksam skalieren und sich für Innovation reorganisieren. Details findet Sie hier: LINK

Ein Kopfsprung in das Becken erfolgreicher Methoden für Business Leader und Produkt-Teams. Wir sehen uns dort.

Literatur:

Jurgen Appelo 2019: Startup, Scaleup, Screwup*: 42 Tools to Accelerate Lean and Agile Business Growth (English Edition): Wiley

(*) Affiliate-Links.

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Holger Tewis ist Agile Enterprise Coach
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Circle of Personal Agility – CoPA

“Wir sind schon agil, wir haben doch ein Board an der Wand!” Solche und ähnliche Aussagen begegnen mir in vielen Unternehmen. Manche haben ihre Projektmanager in Scrummaster umbenannt, andere haben digitalisiert und von schnöder auf New Work umgestellt. Oft herrscht gleichzeitig Unzufriedenheit, weil sich am Output kaum etwas verändert hat. Es gibt neue cool klingende aber abstrakte Begriffe und nichts verändert sich, weil alle im Grunde so weiterarbeiten wie bisher.

Der Kern der Veränderung muss von den Menschen ausgehen und uns fällt Veränderung in der Regel schwer. Vor allem werden wir nicht gerne durch äußere Strukturen dazu gezwungen uns verändern zu müssen.

“People don’t resist change. They resist being changed!” – Peter Senge

Um Menschen bei Veränderung in ihrer Entwicklung zu helfen, gibt es professionelles persönliches Coaching. Die Methoden und Kategorien der klassischen Coaching-Welt ziehen aber oft ein zu breites Feld auf, in dem zum Beispiel über Family, Romance und Fun geredet wird. Auch wenn diese Bereiche für ein ausgewogenes Leben wichtig sind, lenken sie von einer fokussierten Weiterentwicklung am Arbeitsplatz tendenziell ab. Ich habe sogar erlebt, dass es für Mitarbeiter unangenehm sein kann, über vermeintlich private Themen zu reden, wenn ihr Arbeitgeber das Coaching bezahlt.

Für einen besseren Einstieg in ein Personal Coaching im Business Kontext haben wir den Circle of Personal Agility (CoPA) entwickelt. Dieser fokussiert zum einen auf berufsbezogene Themen. Zum anderen haben wir für jeden Bereich im CoPA verschiedene Modelle und weiterführende Tools und Methoden hinterlegt, die für eine Entwicklung in diesem Bereich wertvoll sein können.

Wie wird der CoPA verwendet?

Für jeden Bereich bewertet man sich selbst, wie gut man jeweils aufgestellt ist und wo noch Herausforderungen sind.

Je niedriger die Einstufung ist, desto mehr Potential kann gehoben werden. Jeder muss dabei für sich persönlich entscheiden, welcher Sektor gerade der wichtigste ist.

Der ausgefüllte Circle bildet den eigenen Status Quo ab. Egal ob in der Selbstreflexion oder als begleitendes Werkzeug im Gespräch mit einem Mentor, Coach oder Berater. Schritt für Schritt geht man einen Sektor des Circles nach dem anderen ab. Entsprechend der persönlichen Ziele, Prioritäten und Energie-Budgets entscheidet man wo man anfängt und weitermacht.

Damit man nicht auf der grünen Wiese beginnen muss, folgt hier eine Kurzübersicht für die Bereiche mit weiterführenden Begriffen und Links:

Erfolg
Karriere, persönliche Ziele, Entwicklungspfad – Erreichen Sie das, was Sie erreichen wollen? Siehe auch: Hypothesen, OKR, KPI

Reflexion
Konstruktive Kritik geben und annehmen, Feedback nutzen, persönliche Zielerreichung, – Werden eigenes Handeln und Gedanken regelmäßig und selbstkritisch betrachtet?
Siehe auch: CoPA, Johari-Fenster, GfK, Kollegiale Beratung, v.Thun

Verantwortung
Wahrnehmung von Rechten und Pflichten, Führungsverantwortung, Innere Barrieren erkennen und überwinden – Stellen Sie sich Ihren Schwächen und Fehlern?
Siehe auch: Responsibility Process, Trauerkurve

Ausgeglichenheit
Gesundheit, Stressresistenz, Fokus, An- und Entspannung, Selbst-Regulation – Sind Sie geistig und körperlich Leistungsfähig und haben Ihren Stress-Level im Griff?
Siehe auch: Work Life Balance, Achtsamkeit

Selbstorganisation
Disziplin, Lernkompetenz, persönliche Effizienz und Effektivität. Wie effektiv und effizient erledigen Sie ihre Aufgaben?
Siehe auch: CoPA, GTD, Personal Kanban (3), Zeit-Management, Priorisierung

Markt und Produkte
Fachwissen, analytische Fähigkeiten, Gespür für Bedarf und Bedürfnisse, (Selbst-) Vermarktung – Wie klar sind Ihnen die Anforderungen der Projekte und Produkte Ihres Unternehmens? Wie klar sind die Anforderungen an Sie selber?
Siehe auch: Innovation Vortex (2), Fit for Purpose (1)

Das große Ganze
Systemische Kompetenz, Komplexe Systeme und systemische Veränderungsprozesse, Netzwerken – Wie gelingt Ihnen der ständige Wechsel zwischen den Details deiner Arbeit und dem Blick auf die Zusammenhänge?
Siehe auch: Cynefin, Business Agility, Kanban (4)

Methodik
Agile, Lean, Handwerk, Führung, Ownership – Welche Methoden und Werkzeuge sind für ihre Aufgaben relevant und wie gut beherrschen Sie diese?
Siehe auch: Scrum, Kanban, Management3.0

Literatur:

(1) Anderson, David J. 2018: Fit for Purpose*: Wie Unternehmen Kunden finden, zufriedenstellen und binden: dpunkt Verlag

(2) Appelo, Jurgen 2019: Startup, Scaleup, Screwup*: 42 Tools to Accelerate Lean and Agile Business Growth (English Edition): Wiley

(3) Benson, Jim 2013: Personal Kanban*: Visualisierung und Planung von Aufgaben, Projekten und Terminen mit dem Kanban-Board: dpunkt.verlag

(4) Eisenberg, Florian 2018: Kanban – mehr als Zettel*: Wie die Methode Ihnen zu echtem Mehrwert verhilft: Carl Hanser Verlag

(5) Senge, Peter 2006: The Fifth Discipline*: Currency

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Shift Up – auf Innovation umschalten

„Von 60 Ideen führt nur eine zu einem erfolgreichen Produkt“ – Robert Cooper.

Geht das auch besser? Woran scheitern die Ideen? Wie kann ich eine Idee erfolgreich machen?

In seinem neuen Buch Startup, Scaleup, Screwup (2) befasst sich Jurgen Appelo mit Innovation in Organisationen und dem Lebenszyklus von Geschäftsmodellen. Wie schon in seinen vorhergehenden Büchern Management3.0 (3) und Managing for Happiness (4), erfindet er das Rad nicht neu, sondern nimmt vorhandene Modelle und Werkzeuge und veredelt sie. Von ein paar dieser Diamanten möchte ich hier berichten. Zudem gibt es ein neues Workshop-Format, in dem man die Modelle lernen und praktisch vertiefen kann.

Der Business Lifecycle

Buch und Workshop starten mit dem Business Lifecycle von Geschäftsmodellen, den Appelo aus verschiedenen Modellen zusammengefügt hat. Appelos Lebenszyklus ist mit 10 Phasen sehr fein aufgegliedert:

  1. Initiation : Das Business Model ist nur eine Idee
  2. Expedition: Erste Experimente, Passung von Problem und Lösung suchen
  3. Formation: Volles Team Commitment auf die Idee
  4. Validation: Iterative Experimente, Passung von Produkt und Markt suchen
  5. Stabilization: Passung von Business und Markt suchen, auf die Skalierung vorbereiten
  6. Acceleration: Wachstum fördern und schnelle Skalierung auf einen großen Markt
  7. Crystallization: Am Markt etabliert, Umschalten auf Optimierung
  8. Expansion: Expansion in andere Gebiete und Produkt-Varianten
  9. Conservation: Alle Ziele sind erreicht; Geschäftsmodell im Niedergang
  10. Finish: Schließen des Geschäfts; Fokus auf andere Produkte

Lebensphasen – der Mensch als Metapher

Für die 10 Phasen nimmt Appelo das menschliche Leben als Metapher, was erstaunlich gut funktioniert. Neue Ideen für Geschäftsmodelle in den frühen Phasen des Lebenszyklus sind wie Kinder. Man muss ihnen gewisse Freiheiten lassen und in sie investieren, ohne dass sie gleich Gewinn abwerfen. Sobald die Geschäftsmodelle etwas ausgereifter sind, müssen sie an echten Kunden ausprobiert werden, ohne dass man zu viel Geld verbrennt.

Hat man bewiesen, dass das Geschäftsmodell erfolgreich ist und der Markt dafür groß genug, ist es erwachsen geworden. Nun kann man beginnen es zu skalieren. Die Gewinne, die man jetzt einfährt können in neue Kinder investiert werden. Schließlich kommt das Modell ins Rentenalter, die Umsätze sinken und man muss sich Gedanken machen wie und wann man das Geschäft ablöst.

Der Business Lifecycle eignet sich hervorragend dazu, die eigenen Produkte zu reflektieren bzw. von den Produkt- oder Management-Teams reflektieren zu lassen:

  • In welcher Phase ist unser Produkt?
  • Welche Punkte müssen wir in dieser Phase beachten?

Hiermit kann man aufdecken, ob eine Idee schon bereit ist für den nächsten Schritt. Oft wird zum Beispiel zu früh skaliert. Eine brandneue Idee braucht noch kein Vollzeit-Team. Ein vor fehlerhafter Prototyp sollte nicht produktiv eingesetzt werden. Eine nicht skalierbare Architektur eignet sich nicht für den Weltmarkt.  

Shiftup-Workshop

Für Organisationen, die schnellere Innovation und Veränderung brauchen, gibt es den Shiftup Business Agility & Innovation Leader Workshop.

Als einer der ersten in Norddeutschland werde ich diesen 2-tägigen Workshop ab Oktober anbieten. Hier die nächsten Termine:

Ihr lernt dort, wie ihr eine Startup-Kultur auch in eurem Unternehmen etablieren könnt, wie ihr Produkte wirksam skaliert und euch für Innovation reorganisiert. Details findet ihr hier: LINK

Ein Kopfsprung in das Becken erfolgreicher Methoden für Business Leader und Produkt-Teams. Wir sehen uns dort.

Literatur:

(1) Cooper, Robert 2017: Winning at New Products*: Creating Value Through Innovation: Basic Books

(2) Jurgen Appelo 2019: Startup, Scaleup, Screwup*: 42 Tools to Accelerate Lean and Agile Business Growth (English Edition): Wiley

(3) Jurgen Appelo 2018: Managing for Happiness*: Übungen, Werkzeuge und Praktiken, um jedes Team zu motivieren: Vahlen

(4) Jurgen Appelo 2011: Management 3.0*: Leading Agile Developers, Developing Agile Leaders (Addison-Wesley Signature Series (Cohn)): Addison-Wesley

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Ein Tuning-Tag bei it-agile

Wollen Sie mal wieder an Ihrem Auto rumschrauben? Dann sind Sie beim Tuning-Tag von it-agile falsch!

Als Teil der agilen Ausbildung zum Certified Agile Leadership und (Advanced) Scrum Master sowie Product Owner bietet it-agile diese Tage an, auf denen sich die Teilnehmer untereinander austauschen und in einigen Programmen auch einen Abschluss-Workshop machen. Man trifft dort also andere Agile Coaches, Product Owner, Scrum Master und Führungskräfte, die auch gerade in einem dieser Ausbildungsprogramme sind.

Ich selbst mache die Certified Agile Leadership (CAL) Ausbildung und war nun schon auf meinem zweiten Tuning-Tag.

it-agile gestaltet den Ablauf primär als Open Space, d.h. die Teilnehmer legen am Morgen fest worüber sie sprechen wollen und bauen gemeinsam den Tagesplan auf. Das sah diesmal so aus:

Manche Sessions basierten auf einer einzelnen Frage, in anderen wurde ausführlich die Situation in einem Unternehmen geschildert oder Modelle vorgestellt, die man genutzt oder selber entwickelt hat.

In einer Session trafen sich alte und neue CAL-Teilnehmer und tauschten sich darüber aus, welche Herausforderungen es in der Ausbildung gibt und wie man sie meistern kann.

Ich selbst habe eine Session genutzt um ein Coaching-Modell (COPA) vorzustellen, mit dem ich mich im Rahmen meiner Ausbildung beschäftige:

Parallel zum Open Space wird eine Coaching Clinic angeboten, in der man Beratern von it-agile im vertraulichen Rahmen Fragen stellen kann.

Zwischendurch gab es noch ein gemeinsames Spiel: Team-Tic-Tac-Toe. Drei Teams spielten eine Mischung aus Vier Gewinnt und Tic Tac Toe gegeneinander. Für 6 Kreuze in einer Reihe oder Spalte gibt es 100 Punkte für 5 noch 50 Punkte und für 4 Kreuze in einer Reihe 25 Punkte. Jedes Team hat sich zuvor über seine Strategie beraten und dann einen Schreiber ausgewählt, der auf Basis der Strategie die Kreuze gesetzt hat. Gewonnen hat, wer am Ende die meisten Punkte hat.

Spätestens in der Diskussion nach dem Spiel sollten die Spieler realisieren, dass man nur über einen kooperativen Ansatz viele Punkte ansammeln kann.

Insgesamt war der Austausch mit den anderen Teilnehmern sehr angenehm, konstruktiv und hilfreich. Einige Teilnehmer konnten sich am Ende gar nicht entscheiden was ihr größtes Highlight war. Ein Teilnehmer meinte: „Der ganze Tag war wie Drogen nehmen. Gute Drogen!“

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Selbst-Reflexion und Erkenntnis

Selbst-Reflexion kann zu Selbst-Erkenntnis führen – muss aber nicht.

Im dritten und letzten Teil unserer Reihe über Reflexion und Feedback geht es um Selbst-Erkenntnis, also den Willen und die Fähigkeit zu verstehen, wer wir sind, einschließlich unserer Werte, Muster und Auswirkungen auf andere.

Der Bereich im Johari-Fenster, den weder die anderen noch man selbst kennt, wird oft mit “Unterbewusstes” bezeichnet. In manchen Artikeln liest man, dass sich dieser nur mit Tiefenpsychologie und Therapie erschließt, aber man kann hier auch ohne Psychotherapeuten weiterkommen.

Über sich selbst nach zu denken und die Wahrnehmung anderer zu analysieren, führt alleine leider nicht automatisch zu Selbst-Erkenntnis. Es kann sogar zu negativen Ergebnissen führen, insbesondere, wenn man sich in eine Spirale der Selbst-Geißelung begibt. Deshalb hier ein paar Methoden und Fallen in die man tappen kann.

Was nun?-Haltung einnehmen

Insbesondere beim Reflektieren von Fehlern oder Schwierigkeiten kann man leicht im endlosen Grübeln versinken. Hier hat sich gezeigt, dass eine innere Warum nur?-Haltung, in der man in der Vergangenheit kreist und nach einer einzigen absoluten Wahrheit sucht, oft nicht weiterführt.

  • Warum habe ich den Fehler gemacht?
  • Warum passiert gerade mir das?
  • Weshalb fühle ich mich so schlecht?

Eine lösungsorientierte Was nun?-Haltung, die eher auf die Zukunft und das Lernen fokussiert, ist dagegen hilfreicher.

  • Was genau fühle ich?
  • Was kann ich beim nächsten Mal anders machen?
  • Welche Situationen sind mir unangenehm und was haben diese gemeinsam?
  • Was konkret ist mir wichtig?

In der Warum nur?-Haltung fühlen wir uns als Opfer und sehen vor allem unsere Grenzen. In der Was nun?-Haltung sehen wir unser Wachstumspotential und sind neugierig welche Optionen wir haben.

7 Säulen der Selbst-Erkenntnis

Zur Selbst-Reflexion kann man sich aktiv mit seinen eigenen Werten und Reaktionsmustern auseinandersetzen. Tasha Eurich (1) identifiziert sieben Bereiche, die Personen mit hoher Selbst-Erkenntnis bewusst sind:

Seven Pillars of Insight (Tasha Eurich)

  • Werte: Mit welchen Werten bin ich aufgewachsen? Gelten diese noch? Welche Eigenschaften haben meine Vorbilder?
  • Leidenschaften: Wofür brenne ich – auf der Arbeit und privat? Welche Aufgaben machen mir am meisten/wenigsten Spaß?
  • Sehnsüchte: Was wollte ich werden, als ich noch klein war? Welches Vermächtnis will ich hinterlassen?
  • Ideale Umgebung: Wo fühle ich mich wohl? An welchem Ort? Mit welchen Kollegen? Mit welchem Partner?
  • Denkmuster: Nach welchen Mustern funktioniere ich ? Bin ich extrovertiert? Kreativ? Detail-orientiert?
  • Reaktionsmuster: Wie verhalte ich mich in bestimmten Situationen? Welche Gedanken und Gefühle überkommen mich? Wie zeigen sich meine Stärken und Schwächen?
  • Wirkung: Wie beeinflusst mein Verhalten andere Menschen?

Ich empfehle sich die Bereiche nacheinander vorzunehmen und darüber zu reflektieren. Manchmal hat man dabei echte Aha-Erlebnisse, z.B. wenn man einen sogenannten Saboteur entdeckt, einen Wert von früher, der einem nun eher im Weg steht: In einer agilen Umgebung kann einem bspw. der Hang zum Perfektionismus davon abhalten schnell Ergebnisse zu liefern. Hat man das erstmal realisiert, ist es viel leichter damit umzugehen.

Nicht jede Reflexion über die Bereiche endet natürlich sofort in verblüffenden (Selbst-)Erkenntnissen. In schwierigen Situationen ist es aber leichter sich selber zu ertappen, weil man sich schon mit den eigenen Mustern beschäftigt hat.

Achtsamkeit üben

Um das Thema Achtsamkeit hat sich mittlerweile ein regelrechter Hype verbreitet, so dass die Gefahr besteht, Achtsamkeit als Allheilmittel wahrzunehmen. Die Komplexität der Vorgänge im Gehirn und die Verknüpfung mit buddhistischer Praxis machen die objektive Betrachtung auch nicht gerade leichter. Nichtsdestotrotz sind positive Effekte empirisch nachgewiesen. Menschen, die Achtsamkeit praktizieren sind glücklicher, gesünder, kreativer, produktiver, authentischer, haben mehr Kontrolle über ihr Verhalten, führen zufriedenere Ehen, sind entspannter und weniger aggressiv, neigen weniger zu Burn-Out und sind schlanker (1).

Insofern überrascht es nicht, dass viele Unternehmen versuchen ihren Mitarbeitern mehr Achtsamkeit zu ermöglichen, wie z.B. Google (2).

Um achtsam zu sein, braucht man nicht zum Buddhismus konvertieren. Auf die Essenz reduziert kann man sie wie folgt definieren:

Achtsamkeit: Das wahrzunehmen, was man denkt, fühlt und tut ohne darüber zu urteilen oder darauf zu reagieren.

Je häufiger man dies praktiziert, je besser wird man. Allein das Benennen unserer Gefühle hat schon einen positiven Effekt, der in Studien nachgewiesen wurde (1). Die Übersetzung des Gefühls in Sprache reduziert die Aktivierung von Furcht in unserem Gehirn. Probieren Sie es aus, in dem Sie aussprechen was Sie gerade fühlen!

Trotz der einfachen Definition von oben ist es für viele Menschen schwierig ihre Achtsamkeit dauerhaft zu erhöhen. Die Teilnahme an einem Kurs zur Achtsamkeit, Meditation oder autogenem Training kann zur Etablierung einer Routine helfen. Allerdings muss man auch hier darauf achten, dass man nicht automatisch achtsamer wird, nur weil man meditiert.

Meditation kann zu Achtsamkeit führen – muss aber nicht.

Links/Literatur

(1) Eurich, Tasha 2017: Insight*: The Surprising Truth About How Others See Us, How We See Ourselves, and Why the Answers Matter More Than We Think (English Edition): Currency

(2) Tan, Chade-Meng 2015: Search Inside Yourself*: Optimiere dein Leben durch Achtsamkeit: Goldmann Verlag

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Feedback-Methoden – 4 Augen bis 360 Grad

Je nach Anlass und Konstellation kann man Feedback auf unterschiedliche Arten einholen. Als Fortsetzung unserer Feedback-Reihe seien hier einige Methoden vorgestellt:

4-Augen-Feedback

Das 4-Augen-Feedback eignet sich, wenn man jemandem persönliches Feedback zu einem konkreten Verhalten geben möchte. Das sollte möglichst zeitnah passieren. Je länger man wartet und je mehr Beobachtungen sich aufstauen, umso schwerer wird es konstruktiv Feedback zu geben.

Wenn man selbst wissen möchte, wie man in einer Situation gewirkt hat, kann man natürlich aktiv nach Feedback fragen. Auch dafür sollte man möglichst konkrete Fragen stellen. Studien haben ergeben, dass Menschen es vorziehen sich zurückzuhalten oder gar Notlügen zu erzählen, nur um kein unangenehmes Feedback geben zu müssen (2). Zudem sollte man Speichellecker oder ewige Nörgler vermeiden, sondern Personen wählen, die ein ernsthaftes Interesse an konstruktiver Kritik haben.

Spontan 4-Augen Feedback zu geben oder zu bekommen kostet am meisten Überwindung. Deswegen führen viele Teams und Organisationen regelmäßig Feedback-Sessions durch. Die Regelmäßigkeit macht es dann auch einfacher ad hoc Feedback zu geben.

Um sein Feedback strukturiert vorzubereiten kann man z.B. den Feedback-Planner von Jerome (3) verwenden: LINK.

360-Grad-Feedback

Beim 360-Grad-Feedback bekommt eine Person Rückmeldungen aus verschiedensten Richtungen, also bei einer Führungskraft z.B. von Mitarbeitern, Kollegen auf der gleichen Führungsebene und vom Vorgesetzten. Dies kann anonym passieren, z.B. über ein HR-Tool oder offen z.B. nach dem Prinzip des heißen Stuhls: Ein Meeting von maximal 30 Minuten wird einberufen, in dem ein Teilnehmer Feedback (Empfänger) von den anderen Teilnehmern (Geber) erhält. Zur Vorbereitung füllt jeder Feedback-Geber einen Feedback-Bogen aus.  (z.B. was der Empfänger Starten, Stoppen und Weitermachen soll). Auf dem Meeting liest dann jeder Feedback-Geber dem Empfänger seinen ausgefüllten Bogen vor. Der Empfänger erhält den Bogen um später darüber reflektieren zu können. Er darf Verständnisfragen stellen, aber er darf sich nicht rechtfertigen. Zudem hat der Empfänger am Ende die Möglichkeit eine offene lösungsorientierte Diskussion zu starten.

Für 360°-Feedback verwende ich meinen eigenen Feedback-Bogen, den man hier herunterladen kann: Start Stop Continue 360 Grad Feedback.

Kollegiale Beratung

Eine Variante ist die sogenannte Kollegiale Fall-Beratung. Auch hier sitzt eine Person (Fall-Erzähler) auf dem heißen Stuhl und kriegt Feedback von den anderen Teilnehmern (Berater). Der Unterschied liegt jedoch im Ablauf:

Nach der Verteilung der Rollen und der Darstellung der Situation dürfen die Berater Verständnisfragen stellen. Dann ziehen sie sich zur Identifikation zurück. Der Fall-Erzähler geht aus der Runde und darf nur zuhören und sich Notizen machen, während sich die Berater in seine Lage versetzen und ihre Wünsche und ihr Erleben schildern. Dann fangen die Berater an sich über Hypothesen und Vermutungen auszutauschen. Der Fall-Erzähler hört weiterhin zu und macht sich Notizen. In der Stellungnahme bekommt er dann Gelegenheit Ergänzungen und Korrekturen zu dem gehörten zu machen. Die Berater korrigieren evt. Ihre Hypothesen. Für die Lösungssuche geht der Fall-Erzähler wieder aus der Runde, hört zu und notiert sich wichtige Punkte. Jeder Berater sagt nun, was er in der Situation tun würde, ohne zu diskutieren. Schließlich kommen wieder alle zusammen und der Fall-Erzähler teilt mit welche Ideen er umsetzen will. Im Abschluss gibt es noch eine Feedback-Runde. Alle Einheiten sind mit 5 bis max. 15 Minuten absichtlich knapp getaktet, so dass man ins 60-90 Minuten auf den Punkt kommen muss.

Weiterführende Informationen zur kollegialen Beratung findet man z.B. bei Tietze/Thun* (5).

Retrospektiven

Auf Teamebene seien hier natürlich noch Retrospektiven genannt, in denen z.B. nach Scrum mindestens 1 Mal pro Monat reflektiert wird, wie die Zusammenarbeit im Team war. Die Retrospektiven können bei Bedarf z.B. für 360-Grad-Feedback genutzt werden, sollten sich aber nicht darauf beschränken. Für agile Retrospektiven gibt es eine etablierte Phasen-Struktur, die zum Beispiel im gleichnamigen Buch (1) beschrieben wird. Eine große Auswahl von Methoden findet man im Retromaten.

Im nächsten Beitrag beleuchte ich die Themen Selbst-Reflexion, Selbst-Erkenntnis und Achtsamkeit: LINK.

Links/Literatur

(1) Derby, Esther 2006: Agile Retrospectives*: Making Good Teams Great (Pragmatic Programmers)

(2) Eurich, Tasha 2017: Insight*: The Surprising Truth About How Others See Us, How We See Ourselves, and Why the Answers Matter More Than We Think (English Edition): Currency

(3) Jerome, Paul J. 1999: Coaching Through Effective Feedback*: Pfeiffer

(4) Rosenberg, Marshall B. 2016: Gewaltfreie Kommunikation*: Eine Sprache des Lebens: Junfermann

(5) Tietze, Kim-Oliver 2003: Kollegiale Beratung*: Problemlösungen gemeinsam entwickeln (Miteinander reden Praxis): Rowohlt Taschenbuch

(*) Affiliate-Links.

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